Medienscout-Ausbildung in Schleswig-Holstein.

Wie in vielen anderen Bundesländern gibt es auch in Schleswig-Holstein verschiedene Ausbildungsmodelle:

Schulintern wird die Ausbildung häufig im Rahmen von Arbeitsgemeinschaften oder Projekttagen durch engagierte Lehrpersonen und andere schulische Mitarbeitende (z.B. der Schulsozialarbeit oder im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes oder des Freiwilligen Sozialen Jahres) umgesetzt. An Schulen, an denen es schon länger eine entsprechende Initiative gibt, unterstützen auch die älteren Medienscouts die Ausbildung.

Aber nicht jede Schule kann und möchte die Ausbildung allein realisieren.

Schulexterne Unterstützung können interessierte Schulen etwa durch Einrichtungen, Initiativen und Vereine mit (medien-) pädagogischer Ausrichtung, durch freiberufliche Medienpädagog:inn:en oder auch durch medienpädagogisch engagierte Studierende und Eltern erhalten. Die Unterstützung kann ergänzend zu den eigenen Bemühungen erfolgen, oder auch vollumfänglich in externe Hände gelegt werden. Auch in diesem Fall braucht es an der Schule jedoch mindestens eine Lehrperson, die die ausgebildeten Medienscouts begleitet und unterstützt (z.B. bei der Koordinierung von Workshop-Terminen).

Wer kann mich in Schleswig-Holstein bei der Ausbildung von Medienscouts unterstützen?

Regionale Angebote – für euch vor Ort!

Flensburger Mediensecurity

Flensburger Mediensecurity (Stadt Flensburg)

Am Projektverbund Flensburger Mediensecurity nehmen mittlerweile acht weiterführende Schulen (Gemeinschaftsschulen, Gymnasien sowie Schulen des dänischen Schulvereins für Südschleswig) teil. Circa 140 Mediensecurity-Schüler:innen werden jährlich geschult und erreichen mit ihrem medienpädagogischen Angebot wiederum jährlich etwa 2000 Schüler:innen der Klassenstufen 5 bis 7, deren Eltern sowie Fachleute aus der schulischen und außerschulischen Arbeit.

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Kernstück und Grundlage der Flensburger Mediensecurity sind die jährlichen Ausbildungsfahrten mit ausgewählten Schüler:inne:n der Klassenstufen 8 bis 10. In zweitägigen außerschulischen Seminaren werden die Schüler:innen der Flensburger Mediensecurity darauf vorbereitet, Workshops für Schüler:innen ab Klassenstufe 5 durchzuführen.

Inhaltliche Schwerpunkte der Ausbildung

Die Flensburger Mediensecurity setzt sich mit verschiedenen medienpädagogischen Themenbereichen wie beispielsweise Gesetzesgrundlagen, Games, Medienkonsumverhalten, Social Media und Cybermobbing auseinander. Im Rahmen der Ausbildung werden die Schüler:innen dazu befähigt, entsprechende Informationen weiterzureichen und einen kritischen und selbstreflexiven Blick auf den eigenen Umgang mit Medien zu werfen.

Wer steckt dahinter?

Die Flensburger Mediensecurity ist ein interdisziplinäres Kooperationsprojekt zwischen Schule, Schulsozialarbeit und dem Erzieherischen Jugendschutz innerhalb der kreisfreien Stadt Flensburg.

Für die Ausbildung wird auf eigens hierfür entwickeltes Schulungsmaterial zurückgegriffen. Dieses wird permanent evaluiert und weiterentwickelt (Foto: CC-BY 4.0 Flensburger Mediensecurity).

Weitere Infos gibt’s auf der Website der Stadt Flensburg.

Kontakt:

Christian Ide | ide.christian@flensburg.de

Flensburger Mediensecurity

SchülerMedienLotsen (Offener Kanal Schleswig-Holstein)

Die SchülerMedienLotsen-Ausbildung (kurz: SML-Ausbildung) qualifiziert Jugendliche des 9. und 10. Jahrgangs dazu, für Schüler:innen der 5./6. Klasse einen Medienparcours zu Wissenswertem über Medien zu gestalten.

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Die SML-Ausbildung führt der Offene Kanal Schleswig-Holstein jeweils zusammen mit 8 bis 12 interessierten Schüler:inne:n durch, die schon etwas von Medien verstehen und Lust auf eine Weiterbildung im Kontext Medienhandeln und Gruppenführung haben. Die SML-Kurse stehen dabei nicht für sich, sondern sind eingebettet in die Schule und deren Umfeld.

Um später als Ansprechperson für inhaltliche und organisatorische Fragen zur Verfügung stehen zu können, sollte auch jeweils eine Lehrkraft bzw. eine Vertretung der Schulsozialarbeit die Ausbildung durchlaufen.

Inhaltliche Schwerpunkte der Ausbildung

  • Die Gruppe: Was ist eine Gruppe, was zeichnet eine Gruppe aus?
  • Rollen: Welche Rollen gibt es, welche Funktionen haben sie?
  • Führungsstile: Welche Stile haben welche Wirkung? Lernziele und Wege, sie zu erreichen.
  • Konflikte und deren Bewältigung
  • Methoden der Gruppenarbeit
  • Ziele und Methoden der Medienpädagogik
  • Medienprojektarbeit an der Schule
  • Rechtliche Grundlagen / Jugendmedienschutz
  • Erstellung von Unterrichtsbausteinen zu Medienkompetenzthemen für jüngere Mitschüler:innen (Themen: Bildrechte, Messenger, Games, Online-offline Verhalten sowie audio-visuelle Selbstdarstellung)

Wer steckt dahinter?

Das Projekt „SchülerMedienLotsen“ wird vom Offenen Kanal Schleswig Holstein (OKSH) angeboten, dessen Auftrag insbesondere darin besteht, das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung und -verbreitung für Einzelne und Gruppen erfahrbar zu machen sowie zur Förderung von Medienkompetenz beizutragen.

Imagefilm SchülerMedienLotsen OKSH

 

Das SLM-Konzept auf einen Blick (PDF)

Weitere Infos gibt’s auf der Website des OKSH.

Kontakt:

Katharina Coordes & Henning Fietze | medienarbeit@oksh.de

Flensburger Mediensecurity

SchülerMedienLotsen-Ausbildung durch den Kreisjugendring Stormarn e.V.

In dem Medienpräventionsprojekt werden ältere Schüler:innen dazu befähigt, als „SchülerMedienLotsen“ (SML) die Medienkompetenz jüngerer Mitschüler:innen zu fördern.

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Nach einer entsprechenden Ausbildung entwickeln die SchülerMedienLotsen einen Medienparcours für Schüler:innen der 5./6. Klasse. Das Projekt wurde bereits an verschiedenen Schulen im Kreis Stormarn durchgeführt und viele der SchülerMedienLotsen werden auch nach ihrer Ausbildung weiterhin begleitet. Dazu finden in regelmäßigen Abständen Treffen statt, um bestimmte Themen zu vertiefen und etwa den Medienparcours zu aktualisieren.

Inhaltliche Schwerpunkte der Ausbildung

Zu den Themen, die während der Ausbildung bearbeitet werden, zählen unter anderem Datenschutz, Verhalten in sozialen Netzwerken, digitale Ethik, Gaming und Bildrechte. Die Ausbildung erfolgt innerhalb einer mehrtägigen Veranstaltung, bei der bis zu zehn Schüler:innen von zwei hauptamtlichen Medienpädagog:inn:en dazu angeregt werden, sich intensiv mit den Chancen und Risiken von digitalen Medien in ihrer und der Lebenswelt der Zielklassen auseinanderzusetzen.

Wer steckt dahinter?

Das Projekt SchülerMedienLotsen wird im Kreis Stormarn durch den Kreisjugendring Stormarn e.V. in Kooperation mit dem Offenen Kanal Schleswig-Holstein (OKSH) durchgeführt.

(Fotos: CC-BY 4.0 Kreisjugendring Stormarn e.V.)

Weitere Infos gibt’s auf der Website des Vereins.

Kontakt:

Martin Oberwetter | medien@kjr-stormarn.de

MedienLeuchten (Kompetenzwerft e.V.)

MedienLeuchten (Kompetenzwerft e.V.)

MedienLeuchten ist ein Peer-Projekt, in dem Schüler:innen des 8. bis 10. Jahrgangs oder des 9. bis 11. Jahrgangs dazu qualifiziert werden, für Schüler:innen der Orientierungsstufe Workshops zur Förderung von Medienkompetenz anzubieten.

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Die MedienLeuchten-Ausbildung ist zweigeteilt und erfolgt innerhalb von vier Vollzeit-Tagen außerhalb der Schulzeit: Im Grundworkshop (drei Tage, i.d.R. donnerstags bis samstags) werden die zukünftigen Medienleuchten soweit geschult und mit Materialien versorgt, dass sie an ihren Schulen bereits einen Workshop anbieten können. Am vierten Ausbildungstag werden verschiedene Module zu individuell gewünschten Themen angeboten.

Aus jeder teilnehmenden Schule muss auch mindestens eine Lehrkraft oder eine Vertretung der Schulsozialarbeit die Ausbildung vollständig durchlaufen.

Inhaltliche Schwerpunkte der Ausbildung

Die Workshops beschäftigen sich vor allem mit dem sozialen Miteinander im digitalen Raum und mit verschiedenen Inhaltsbereichen von Medienkompetenz. Es geht unter anderem um eine verantwortungsvolle Kommunikation über Medien, um eine Sensibilisierung für Folgen von Cybermobbing, um Datenmissbrauch und Datenschutz sowie eine kritische Auseinandersetzung mit bzw. eine konstruktive Nutzung von Medien.

Wer steckt dahinter?

„MedienLeuchten“ ist ein Projekt der Evers & Evers-Häseker GbR.

Weitere Infos gibt’s auf der Projekt-Website.

Kontakt:

Mareike Evers-Häseker & Henning Evers | info@medien-leuchten.de

Logo Aktion Kinder- und Jugendschutz Schleswig-Holstein e.V. AKJS

Aktion Kinder- und Jugendschutz (AKJS) e.V.

Die Aktion Kinder- und Jugendschutz Schleswig-Holstein e.V. (AKJS) arbeitet als freier Träger der Jugendhilfe zu aktuellen Themen des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes.

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Durch vielfältige Angebote sollen Fachkenntnisse an Multiplikator:inn:en vermittelt werden, also an Menschen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten und leben. Die AKJS deckt dabei alle Felder des Jugendschutzes ab, von der Gewalt- über die Extremismusprävention bis zu Demokratie- und Medienpädagogik. Hierzu sind auch einzelne Angebote für Medienscout-Gruppen möglich.

Inhaltliche Schwerpunkte der Ausbildung

Cybermobbing, Hatespeech, Fake News, Sexting, Gaming, eSport, problematische Inhalte, Alterskennzeichen, Medien & Demokratie, Cybergrooming, Extremismus im Netz u.v.a.m.

Wer steckt dahinter?

Die AKJS ist ein Verein – Mitglieder sind Institutionen der Jugendhilfe aus SH. Sie ist selbst ein freier Träger der Jugendhilfe und arbeitet in Kooperation mit Landesinstitutionen, kommunalen Einrichtungen sowie anderen freien Trägern.

Weitere Infos gibt’s auf der Website der AKJS SH.

Kontakt:

Uli Tondorf | tondorf@akjs-sh.de

 

Übrigens: 2007 bis 2012 wurde von der AKJS eines der ersten Peer-to-Peer-Projekte im Bereich Gewaltprävention & Medienkompetenz in Schleswig-Holstein angeboten. Inzwischen haben viele Multiplikator:inn:en das Projekt aktualisiert und den neuen Entwicklungen angepasst. Die Materialien gibt’s noch immer zum Download.

Ihr medienpädagogisches Unterstützungsangebot fehlt noch in der Übersicht? Ein kurzer Hinweis an mail@medienscout-netzwerk-sh.de genügt!

Wer kann mich außerdem in Schleswig-Holstein bei der Ausbildung von Medienscouts unterstützen?

Bundesweite Angebote – wir kommen zu euch!

Flensburger Mediensecurity

Digitale Helden

Ausbildung von Schüler:inne:n und Lehrpersonen zu Mentor:inn:en. Es geht v.a. um den Umgang mit persönlichen Daten im Internet, sozialen Netzwerken und die Prävention von Cybermobbing.

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Auf der Website gibt es zudem noch viele weitere medienpädagogische Angebote für Schüler:innen, Eltern & Lehrpersonen.

Im aktuellen Schuljahr sind 170 Schulen in neun Bundesländern (auch aus Schleswig-Holstein) im Mentorenprogramm aktiv. Die Anmeldung für das Schuljahr 2021/22 ist ab dem 06. April 2021 möglich.

https://digitale-helden.de/

Flensburger Mediensecurity

Net-Piloten

Ausbildung von Jugendlichen (vorrangig 16- bis 18-Jährige) zur Beratung und Unterstützung von Kindern und Jugendlichen im Kontext Prävention.

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Im Mittelpunkt dieses Peer-to-Peer-Projektes der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) steht die Prävention von exzessivem Computerspiel- und Internetgebraucht bei Jugendlichen.

https://www.ins-netz-gehen.info/net-piloten/

Ihr medienpädagogisches Unterstützungsangebot fehlt noch in der Übersicht? Ein kurzer Hinweis an mail@medienscout-netzwerk-sh.de genügt!

Noch mehr Tipps für die Ausbildung und Arbeit von Medienscouts finden sich in diesem Leitfaden:

Medienscouts an Schulen
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Der verlinkte Leitfaden wurde in Auftrag gegeben und finanziert durch das Referat Medienbildung und Digitalisierung des Landesamtes für Schule und Bildung Sachsen (LaSuB). Die darin enthaltenden Informationen und Tipps gelten größtenteils aber auch für Schleswig-Holstein und andere Bundesländer.